Let’s do the math: A4 hat die Maße 210 mm × 297 mm. Die mittlere Lochmarke liegt demnach bei 297 mm ⁄ 2 = 148,5 mm. Für die nächsten beiden Lochmarken ergeben sich 148,5 mm + 80 mm = 228,5 mm und 148,5 mm - 80 mm = 68,5 mm. War nicht wirklich schwer.
Das Problem liegt mehr bei: wie bekomm ich die Lochmarken jetzt auf mein Dokument gemalt? Mein Drucker(treiber) kann das nicht. PDF-Editiersoftware kann zwar Striche malen, aber nicht von Punkt x nach y (oder ich hab mir die falsche Software angeschaut/nicht richtig gesucht). Ein externes Programm einbinden wäre auf Dauer aber auch sehr zeitraubend.
Bleibt also nur die Möglichkeit, das direkt in LaTeX zu machen. Nach sehr langer Suche stieß ich auf
ein Paket names eso-pic mit
welchem man einen picture Befehl z. B. als Hintergrund auf jede Seite zeichnen lassen kann.
Und so führen folgende 5 Zeilen zu den ersehnten Lochmarken:
\usepackage{eso-pic}
\AddToShipoutPicture*{
\put(\LenToUnit{0mm},\LenToUnit{68.5mm}){\rule{\LenToUnit{15pt}}{\LenToUnit{0.5pt}}}
\put(\LenToUnit{0mm},\LenToUnit{148.5mm}){\rule{\LenToUnit{20pt}}{\LenToUnit{0.5pt}}}
\put(\LenToUnit{0mm},\LenToUnit{228.5mm}){\rule{\LenToUnit{15pt}}{\LenToUnit{0.5pt}}}
}
\AddToShipoutPicture wird das zu malende Bild übergeben. Der Stern sorgt dafür, dass das Bild nur
auf der ersten Seite gemalt wird und nicht auf allen. Dann kommen drei \put Befehle, die
einerseits die Koordinaten und andererseits die Malbefehle bekommen (einen Strich mit 0,5 pt Höhe
und 15/20 pt Breite).
Die Striche sollte man lieber ein bisschen breiter malen, da der Drucker das Papier wahrscheinlich nicht richtig bedruckt, sodass die Lochmarken ein wenig abgeschnitten werden. Davon abgesehen funktioniert’s prächtig.